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Newsletter

der Psychotherapeutenkammer Hamburg Nr. 5 / Juni 2020

Sehr geehrtes Kammermitglied,

wir möchten Sie heute über folgende Themen informieren:


Informationen zur psychotherapeutischen Arbeit in Corona-Zeiten 

Sonderregelungen für ambulante Psychotherapie bis zum
30.09.2020 verlängert 

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) haben für die bis zum 30.6.2020 befristeten Sonderregelungen für ambulante psychotherapeutische Leistungen eine Verlängerung bis zum 30.09.2020 beschlossen.
Das heißt, dass Einzeltherapien (KZT, LZT, in besonderen Fällen Sprechstunde und Probatorik) auch im nächsten Quartal weiterhin als Videobehandlungen ohne Begrenzung durchgeführt werden können. Eine Akutbehandlung per Video ist weiterhin ausgeschlossen. Auch die Umwandlung bereits bewilligter Leistungen von Gruppentherapie in Einzeltherapie ist bis zum 30.09.2020 möglich. Die neu geschaffene Ziffer für telefonische Konsultationen ist dagegen nur noch bis zum 30.06.2020 abrechenbar.
Auf der KBV-Website finden Sie weitere Informationen: www.kbv.de/html/1150_46724.php

Auch die privaten Krankenkassen (PKV) und die Beihilfeträger haben sich im Einvernehmen mit der Bundesärztekammer (BÄK) darauf geeinigt, die Sonderregelungen für die ambulante Psychotherapie bis zum 30.09.2020 zu verlängern. Hier finden Sie die entsprechende Nachricht: www.pkv.de/presse/meldungen/pkv-und-baek-verlaengern-videosprechstunde-psychotherapie/

Reduzierte Fortbildungspunkte bis zum 30.09.2020
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hatte entschieden, dass Kolleg*innen, deren Fortbildungszeitraum bis zum 30.06.2020 abläuft, nur 200 (statt 250) Fortbildungspunkte nachweisen müssen. Auch diese Regelung wurde verlängert und gilt nun auch für Kolleg*innen mit Kassenzulassung, deren Fortbildungszeitraum in der Zeit bis zum 30.09.2020 endet.

 Psyrena-Nachsorge-Kleingruppen – Anhebung der Vergütung 
Nachdem die Nachsorgegruppen im Zuge der COVID-19-Pandemie zunächst ganz eingestellt wurden und lediglich Einzelsitzungen zulässig waren, wurden zuletzt von den Kostenträgern abweichend vom Psy-RENA-Konzept Kleingruppen mit bis zu 5 Teilnehmer*innen und einer Behandlungsdauer von 60 Minuten zugelassen. Allerdings wurde zugleich eine Abstaffelung der Vergütung auf 24,50 € je Gruppenmitglied und Sitzung vorgenommen. In Relation zum Behandlungsaufwand für die durchführenden Psychotherapeut*innen resultierten daraus erhebliche Einbußen bei der Honorierung der Leistungen.
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hatte sich deshalb an die Deutsche Rentenversicherung (DRV-Bund) gewandt und sich für eine deutliche Anhebung der Vergütung der Psy-RENA-Nachsorgegruppen in Kleingruppen ausgesprochen.
Uns erreichte nun die Nachricht, dass von Seiten der DRV-Bund eine Empfehlung beschlossen wurde, nach der Psy-RENA Kleingruppensitzungen mit 4 bis 5 Teilnehmer*innen bei einer Mindestdauer von 60 Minuten künftig mit einem Vergütungssatz von 36,80 € pro Rehabilitand*in und Gruppeneinheit abgerechnet werden können. Über die genauen Regelungen bezüglich der Vergütung der Psy-RENA-Kleingruppen werden die Nachsorgetherapeut*innen – so die Ankündigung der DRV-Bund – zeitnah von den jeweiligen Rentenversicherungsträgern in einem Rundschreiben informiert werden.

Räume für Gruppentherapien
Gruppentherapie-Sitzungen sind auch während der Corona-Pandemie grundsätzlich möglich. Weil aber entsprechend große Räume fehlen, um die vorgeschriebenen Abstandregeln einzuhalten, können Gruppentherapien oftmals nicht stattfinden. Wir möchten Sie deshalb auf das Schwarze Brett auf der Website der PTK Hamburg hinweisen und anregen, dass Kolleg*innen, die einen großen Gruppenraum zeitweise für die Durchführung von Gruppentherapien zur Verfügung stellen können, dies auf dem Schwarzen Brett mitteilen. Schreiben Sie eine Mail an info@ptk-hamburg.de, dann wird Ihr Angebot von der Geschäftsstelle dort eingestellt. Kolleg*innen, die einen großen Raum suchen, können natürlich auch ein entsprechendes Gesuch einstellen. 

Herausforderungen, Ziele und Maßnahmen im Umgang mit der Pandemie aus psychologischer Sicht
In einem Konzeptpapier haben der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs), die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und das Leibniz-Zentrum für psychologische Information und Dokumentation (ZPID) ein umfassendes Konzeptpapier zu den möglichen Folgen der Corona-Pandemie herausgegeben. Zu den Themen Stimmungswandel, Schutzverhalten, psychische Folgen, gesellschaftlicher Zusammenhalt und repräsentative Datenerhebung werden angesichts der kommenden Herausforderungen konkrete Ziele und Maßnahmen aus psychologischer Sicht dargelegt.
Hier finden Sie das Konzeptpapier: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/06/Statement-Papier-Corona_Psych-Orga_end.pdf

 Online-Befragung der Bundespsychotherapeuten-kammer zur Videobehandlung 
Die Bundespsychotherapeutenkammer hat eine große Online-Befragung der Kammermitglieder zu psychotherapeutischen Behandlungen per Video gestartet. Wir rufen alle Kolleg*innen auf, sich daran zu beteiligen - unabhängig davon, ob und in welchem Maße Sie die Möglichkeit der Videobehandlung genutzt haben. Die Erfahrungen und Einschätzungen aus der Praxis sind wichtig und unerlässlich, wenn es um die weitere gesundheitspolitische Diskussion zu digitalen Anwendungen geht. Die Beantwortung des Fragebogens dauert ca. 10 min.
Es werden keine personenbezogenen Daten erhoben, so dass die Teilnehmer*innen anonym bleiben.
Die Onlinebefragung ist unter folgendem Link aufrufbar: www.soscisurvey.de/test205913/​.
Bitte unterstützen Sie dieses Vorhaben – Ihre Praxiserfahrungen zählen!

 BPtK-Newsletter 2-2020 erschienen 
Im aktuellen BPtK-Newsletter finden Sie ein Interview mit BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz, der darin auf die Frage „Was lernen wir aus der Corona-Krise?“ eingeht.
Weitere Themen sind u.a. die Erfahrungen von Psychotherapeut*innen in ihrer Arbeit unter Corona-Bedingungen, die nächsten Digitalisierungsschritte im Gesundheitswesen (u.a. elektronische Patientenakte, digitale Gesundheitsanwendungen / Apps), die Zulassung der systemischen Therapie als Kassenleistung sowie Hinweise auf aktuelle Publikationen der BPtK.
Hier finden den BPtK-Newsletter: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/06/BPtK-Newsletter-2_2020.pdf

Reform der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung  
Am 1.09.2020 wird das Gesetz zur Reform der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung in Kraft treten. Das bedeutet, dass ab dem Wintersemester die ersten Studiengänge starten werden, die mit der Approbation abschließen werden. Für die an das Studium anschließende Weiterbildung zur / zum Fachpsychotherapeut*in werden aktuell die Weichen in der Entwicklung einer Musterweiterbildungsordnung (MWBO) gestellt. Im gerade erschienenen BPtK-Hintergrundpapier „Wie entsteht die neue Weiterbildung?“ können Sie sich über den aktuellen Stand der Diskussion informieren. Es steht auf der BPtK-Website bereit:  www.bptk.de/wie-entsteht-die-neue-weiterbildung/
In einer Vielzahl von Gremien werden zurzeit die verschiedenen formalen, organisatorischen, inhaltlichen und rechtlichen Fragen der MWBO auf Bundes- und Landesebene in Videokonferenzen diskutiert. Auf dem 37. Deutschen Psychotherapeutentag im November 2020, der wegen der Corona-Pandemie ebenfalls als Online-Tagung stattfinden wird, sollen die bis dahin vorliegenden Ergebnisse zusammengeführt und kontroverse Aspekte debattiert werden.

Mehr Personal für Psychiatrie und Psychosomatik
Eine vom Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) initiierte Petition für ausreichend qualifiziertes Personal in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken konnte mehr als 50.000 Unterschriften erreichen und wurde am 15.06.2020 im Petitionsausschuss des Bundestages in einer Anhörung behandelt.
Die BPtK hat die Anhörung zum Anlass genommen, in einer Pressemeldung die kürzlich vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossene Richtlinie zur Personalausstattung in Psychiatrie und Psychosomatik (PPP-Richtlinie) nochmals als unzulänglich zu kritisieren und eine bedarfsgerechte Ausstattung der Kliniken zu fordern.
Hier finden Sie die Pressemeldung: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/06/20200615_pm_bptk_Anho%CC%88rung-Petition.pdf 

Neue Gesundheitssenatorin / Ressort Gesundheit
nun Teil der BAGSFI

Mit einem Glückwunschschreiben hat die PTK Hamburg Dr. Melanie Leonhard, Senatorin der zukünftigen Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (BAGSFI), zu ihrer Wahl gratuliert. Auch der neuen Staatsrätin für Gesundheit Frau Melanie Schlotzhauer wurden Glückwünsche zu ihrer Ernennung gesandt.
Die PTK Hamburg hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Behördenspitze und hat bereits einen Gesprächswunsch zu den im Koalitionsvertrag vereinbarten gesundheitspolitischen Vorhaben angemeldet.
Eine sehr erfreuliche Nachricht ist die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Verstetigung des bislang befristet finanzierten Sprachmittler*innenpool für ambulante psychotherapeutische und psychiatrische Behandlungen von migrierten und geflüchteten Menschen.

Öffnung der Kammergeschäftsstelle unter
Corona-Bedingungen

Kammermitglieder können nach vorheriger Anmeldung in die Kammergeschäftsstelle kommen.
Bitte wenden Sie sich telefonisch unter 040 -226226060, per Fax unter 040 - 226226089 oder per Mail unter info@ptk-hamburg.de an die Geschäftsstelle und teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Dann wird die / der zuständige Mitarbeiter*in mit Ihnen einen Termin vereinbaren.
Telefonisch ist die Geschäftsstelle weiterhin montags bis freitags von 9.30 – 11.00 Uhr erreichbar.

Termine

04.09.2020 Arbeitskreis PiA
09.09.2020 Delegiertenversammlung

Wenn Sie diese E-Mail (an: silkeborchardt@yahoo.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.


Psychotherapeutenkammer Hamburg
Hallerstraße 61
20146 Hamburg
Deutschland

www.ptk-hamburg.de
info@ptk-hh.de
Fon: 040/226 226 060
Fax: 040/226 226 089

Berufsbezeichnung verleihender Staat: Deutschland - Hamburg

Aufsichtsbehörde: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg

Verantwortlich für den Inhalt*: Dipl.-Psych. Heike Peper · Präsidentin

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