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Newsletter

der Psychotherapeutenkammer Hamburg Nr. 9 / Oktober 2020

Sehr geehrtes Kammermitglied,

wir möchten Sie heute über folgende Themen informieren:


Informationen zur psychotherapeutischen Arbeit in Corona-Zeiten 
Sonderregelungen für ambulante Psychotherapie
bis zum 31.12.2020 verlängert  

Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV) haben für die bis zum 30.09.2020 befristeten Sonderregelungen für ambulante psychotherapeutische Leistungen eine Verlängerung bis zum 31.12.2020 beschlossen.
Das heißt, dass Einzeltherapien (KZT, LZT, in besonderen Fällen Sprechstunde und Probatorik) weiterhin als Videobehandlungen ohne Begrenzung durchgeführt werden können. Eine Akutbehandlung per Video ist weiterhin ausgeschlossen. Auch die Umwandlung bereits bewilligter Leistungen von Gruppentherapie in Einzeltherapie ist bis zum 31.12.2020 möglich. Auf der KBV-Website finden Sie weitere Informationen:
www.kbv.de/html/coronavirus.php
Auch die privaten Krankenkassen (PKV) und die Beihilfeträger haben die Sonderregelungen für die ambulante Psychotherapie bis zum 31.12.2020 verlängert. Der Hygienezuschlag wird allerdings ab diesem Quartal nur noch mit dem 1,0-fachen Satz vergütet. Hier finden Sie die entsprechenden Informationen:
www.bptk.de/corona-sonderregelungen-fuer-privatversicherte-erneut-verlaengert/

 Kammervorstand verlängert Beschlüsse zur Fernbehandlung und
zu Online-Fortbildungen 

Der Kammervorstand hatte sich zu Beginn der Corona-Krise mit den berufsrechtlichen Konsequenzen der Sonderregelungen befasst und entschieden, dass während des Geltungszeitraums der Sonderregelungen Verstöße gegen die Vorgaben des § 5 der Berufsordnung zur Fernbehandlung in begründeten Einzelfällen nicht geahndet werden, da die notwendige psychotherapeutische Versorgung bestimmter Patient*innen in der Corona-Krise nicht mehr gewährleistet wäre.
Wir weisen allerdings nochmals darauf hin, dass es erforderlich ist, in jedem einzelnen Fall abzuwägen, ob die Behandlung, insbesondere der Erstkontakt, per Video notwendig und fachlich vertretbar ist. Die Sorgfaltspflichten wie Aufklärung, Einwilligung und Indikationsstellung sowie der Datenschutz sind unbedingt zu beachten. Eine schriftliche Dokumentation der erfolgten Abwägung in diesen Einzelfällen ist erforderlich. Der Beschluss des Kammervorstandes gilt unabhängig davon, mit welchem Kostenträger die Behandlung abgerechnet wird, und wurde vorerst bis zum 31.12.2020 verlängert.
Der Kammervorstand hat außerdem beschlossen, dass akkreditierte Intervisionsgruppen sich aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 31.12.2020 in einer Videokonferenz treffen können. Fortbildungsveranstaltungen, die bei der Kammer akkreditiert sind/werden, können auf Antrag bis zum 31.12.2020 statt als Präsenz- als Online-Veranstaltung durchgeführt werden.

 Verordnungsbefugnis für PP/KJP für psychiatrische
häusliche Krankenpflege  

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 17.09.2020 die Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie geändert, so dass auch Psychologische Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen zukünftig psychiatrische häusliche Krankenpflege verordnen können. Der G-BA-Beschluss muss noch vom Bundesgesundheitsministerium genehmigt werden. Anschließend hat der Bewertungsausschuss sechs Monate Zeit, um die Vergütung für die Verordnung festzulegen.
Psychiatrische häusliche Krankenpflege richtet sich an erwachsene Patient*innen, die schwer psychisch erkrankt sind und unter erheblichen Beeinträchtigungen der Aktivitäten leiden. Mit ihr sollen Patient*innen dabei unterstützt werden, ihren Alltag möglichst selbstständig zu bewältigen. Eine stationäre Behandlung soll dadurch vermieden oder verkürzt werden.
Genauere Informationen finden Sie auf der Internetseite des G-BA: www.g-ba.de/beschluesse/4474/ Die BPtK bereitet aktuell eine Praxis-Info zu dem Thema vor.

  BPtK-Praxis-Info zu Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA)
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat Anfang Oktober die ersten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) zugelassen, die gesetzlich Versicherten von Ärzt*innen oder Psychotherapeut*innen verschrieben, bzw. von den Krankenkassen ihren Versicherten direkt angeboten werden können.
Hier finden Sie das DiGA-Verzeichnis des BfArM: diga.bfarm.de/de/verzeichnis
Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat eine Praxis-Info zu Digitalen Gesundheitsanwendungen herausgebracht, in der darüber informiert wird, was beim Einsatz von Gesundheits-Apps zu beachten ist.
Die BPtK-Praxis-Info finden Sie hier zum Download: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/10/bptk_praxisinfo_Digitale-Gesundheitsanwendungen.pdf

 BPtK-Elternratgeber „Internet"
In dem gerade veröffentlichten BPtK-Elternratgeber „Internet" werden für Eltern von Kindern in verschiedenen Lebensaltern in sehr anschaulicher Weise Informationen bezüglich der Nutzung des Internets gegeben. Neben allgemeinen Empfehlungen für die Begleitung einer altersgerechten Nutzung („Wie viel Internet ist okay?") werden auch Schwerpunktthemen wie Internetsucht, Gewalt, Cybermobbing und Pornografie aufgegriffen sowie über Möglichkeiten der Hilfe, Beratung und Psychotherapie informiert.
Der Elternratgeber kann hier heruntergeladen werden: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/10/bptk-elternratgeber-internet.pdf
Eine Printversion kann unter bestellungen@bptk.de angefordert werden.

BPtK-Studie zu Projekten, die vom Innovationsfonds gefördert werden
In einer Überblicksstudie hat die BPtK Modellprojekte untersucht, die die Verbesserung psychisch belasteter bzw. kranker Menschen zum Ziel haben und vom Innovationsfonds gefördert werden.
Deutlich wird, dass bei der Erprobung neuer Versorgungsformen oftmals Psychotherapeut*innen nicht regelhaft einbezogen werden. Die BPtK mahnt deshalb an, dass der Innovationsfonds bei der Prüfung der von ihm geförderten Projekte auf die Einhaltung fachlicher Qualitätsstandards achtet.
Hier finden Sie die detaillierten Ergebnisse der Studie: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/10/20201006_BPtK-Studie_Innovationsfonds.pdf

Offensive Psychische Gesundheit 
Bundesarbeitsministerium, Bundesgesundheitsministerium und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben Anfang Oktober die „Offensive Psychische Gesundheit" gestartet, die das Thema der psychischen Belastungen durch Stress und Überlastung in Schule, Beruf und privatem Alltag in den Fokus nimmt. Insbesondere präventive Angebote sollen verstärkt und vernetzt werden.
Ein breites Bündnis von Kooperationspartner*innen unterstützt die Initiative, auch die BPtK gehört zu den Unterstützer*innen.
Auf dieser Website finden Sie weitere Informationen: inqa.de/DE/vernetzen/offensive-psychische-gesundheit/uebersicht.html

Forschungsvorhaben 
Studie zur Behandlung von Körperbildstörungen
Ein Forschungsverbund der Universitäten Osnabrück, Tübingen und Freiburg untersucht die Wirkmechanismen der Körperkonfrontationstherapie bei Körperbildstörungen.
Sowohl ambulant als auch stationär tätige Psychotherapeut*innen werden zur Teilnahme an einer Online-Befragung aufgerufen.
Hier finden Sie weitere Informationen und den Link zum Online-Fragebogen: www.ptk-hamburg.de/wissenswertes/forschungsvorhaben/index.html

Forum „Neue Wege in der Selbsthilfe"
Die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) veranstaltet am 20.10.2020 von 19.00 Uhr bis 20.30 Uhr ihr nächstes Online-Forum unter dem Titel: „Resilienz und Selbsthilfe in Krisenzeiten". Kammervorstandsmitglied Dipl.-Psych. Kerstin Sude wird als Expertin an dem Forum teilnehmen. Informationen zum Programm finden Sie hier:
www.kiss-hh.de/fuer-selbsthilfegruppen/fortbildungen-und-veranstaltungen/veranstaltungs-details/9-forum-neue-wege-in-der-selbsthilfe
Eine verbindliche Anmeldung sollte bis zum 16. Oktober 2020 erfolgen unter: selbsthilfeprojekt@paritaet-hamburg.de 

ZwischenSprachen – Lehrfilme zur Arbeit mit Dolmetscher*innen
Das Projekt ZwischenSprachen am UKE hat gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum INTERPRET informative Lehrfilme entwickelt, mit denen Fachkräfte in der Arbeit mit Dolmetscher*innen unterstützt werden sollen. Typische Fragen und Probleme in gedolmetschten Gesprächssituationen werden thematisiert und Lösungen vorgeschlagen.
Hier können Sie die Lehrfilme ansehen: www.zwischensprachen.de/fachpersonen/
Am 27.10.2020 sollen die Lehrfilme in einer Präsenzveranstaltung vorgestellt werden. Interessierte können sich für die Präsentation unter agpm@uke.de anmelden.

Öffnung der Kammergeschäftsstelle unter Corona-Bedingungen
Kammermitglieder können nach vorheriger Anmeldung in die Kammergeschäftsstelle kommen.
Bitte wenden Sie sich telefonisch unter 040 - 226226060, per Fax unter 040 - 226226089 oder per Mail unter info@ptk-hamburg.de an die Geschäftsstelle und teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Dann wird die / der zuständige Mitarbeiter*in mit Ihnen einen Termin vereinbaren.
Telefonisch ist die Geschäftsstelle weiterhin montags bis freitags von 9.30 – 11.00 Uhr erreichbar.

Termine
21.10.2020   Allgemeine Kammerversammlung (Anmeldung nur noch über Warteliste möglich)
23.10.2020   Arbeitskreis KJP
11.11.2020   Arbeitskreis Migration und Psychotherapie
25.11.2020   Delegiertenversammlung
04.12.2020   Arbeitskreis PiA
Wenn Sie diese E-Mail (an: jh-cremer@gmx.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.


Psychotherapeutenkammer Hamburg
Hallerstraße 61
20146 Hamburg
Deutschland

www.ptk-hamburg.de
info@ptk-hh.de
Fon: 040/226 226 060
Fax: 040/226 226 089

Berufsbezeichnung verleihender Staat: Deutschland - Hamburg

Aufsichtsbehörde: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg

Verantwortlich für den Inhalt*: Dipl.-Psych. Heike Peper · Präsidentin

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